Fantasma Goria – Bitch Bizarre is in the house

Gleich einer Oase in der Wüste, fügt sich Fantasma Goria in die deutsche Musiklandschaft. Eben noch bewegten wir uns durch die vertraute Szenerie Hamburgs, Berlins, Stuttgarts und Mannheims und auf einmal steht sie vor uns, als wäre sie schon immer da gewesen.

Vorbei an schwermütigen Deutschpop-Hymnen, plastischer Casting-Kosmetik und grobschlächtigem Stumpf-Rap nimmt Fantasma uns auf einen extravagant musikalischen Trip durch die Phantasmagorie ihrer Welt aus Begierden, Dramen, Selbstfindung und -überschätzung. Das breite Lachen aus Witz und sprühender Intelligenz sei ihr hierbei zugestanden: Wer, wie sie, auf seinem Debütalbum mit so viel Individualität in Balance zur Referenz daher kommt, dem sollte der geneigte Hörer das Lächeln nicht verwehren.

Wir stolpern durch Fantasmas Wunderland, begleitet von einer extrovertierten und faszinierenden Erzählkunst, der sich zu entziehen ungefähr so einfach ist, wie einem Labyrinth zu entfliehen, ohne eine Rolle Garn in der Tasche zu haben.

Doch bleiben die Referenzen eben nur das was sie sind, Referenzen. Einflüsse, die wie ein ferner Widerhall in Fantasmas ureigenem Soundgebilde anklingen. Herrlich wahnsinnige Erlebnisberichte, wie Normal, zum Thema Therapietermine, oder dem psychodelischen Blick durchs Kaleidoskop Bonig, bestechen mit Mut zum Experiment und kompromissloser Individualität: Bitch Bizarre is in the house.

Fantasma hat etwas, was wir so noch nicht gesehen haben. Unbändiges Talent, stilistische Eleganz und eine gehörige Portion Straße.

Hier noch ein Link zu „Klartext„….viel Spaß dabei.
Wir raten dem Stern zu Folgen und zu einer ausgiebigen Erfrischung in der Oase, bevor ihr mit der Karawane weiter durch den Sand zieht.

Die Vip Record Club Redaktion ist begeistert und wir freuen uns sehr auf das kommende Album.

Die MaxiSingle „HaHa“ wird es dann bei uns in den entsprechenden Schallplatten Abo Boxen geben.

#vinylispleasure